"Der Senat ist und bleibt eine undemokratische Veranstaltung. Schon wieder entscheidet er gegen die Interessen der Mehrheit an der LMU!", erklärt Nicole Gohlke zur Entscheidung des Senates der Ludwigs-Maximilians-Universität, trotz der Proteste von Studierenden die Höhe der Studiengebühren auf das Maximum von 500 Euro im Semester festzulegen. Gohlke, hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag und Mitglied im bayerischen Landesvorstand der LINKEN,
"Studiengebühren haben nichts dazu beigetragen, die Lehre an den Hochschulen zu verbessern. Viele Abiturienten können sich jedoch die Campusmaut nicht leisten und wollen sich auch nicht durch die Aufnahme von Krediten verschulden. So werden die Privilegien der Oberschicht abgesichert, statt die Reichen durch höhere Steuern stärker zur Finanzierung der Hochschulen heranzuziehen.
Mit der Festlegung auf den Höchstsatz an Studiengebühren offenbart der Senat mittelalterliches Ständedenken und soziale Verantwortungslosigkeit. Das ist jedoch kein Wunder, solange die Professoren 10 Stimmen in dem 16-köpfigen Gremium haben, während die Vertreter von Studierenden, akademischem Mittelbau und der nichtwissenschaftlichen Beschäftigten jeweils auf nur zwei Stimmen kommen. Studierendenvertretung und ver.di-Betriebsgruppe hatten sich für den gesetzlich möglichen Niedrigstsatz von 300 Euro stark gemacht.
Statt auf soziale Ausgrenzung muss eine moderne Universität auf Integration und Förderung gerade von Benachteiligten setzen. DIE LINKE steht für die Einführung einer Viertelparität im Senat, die Abschaffung der Studiengebühren und für einen massiven Ausbau des BAföG, damit sich niemand aus finanziellen Gründen gegen ein Studium entscheiden muss."